Sängerreise in die Pfalz über Pfingsten 2016

 

Wie schon in den vergangenen Jahren hatte Karl Kessler einen tollen Ausflug organisiert. 

 

Bei strömendem Regen und nasskaltem Wetter trafen sich die meist noch „verschlafenen“ Sänger auf dem Parkplatz vor dem Hofsteigsaal und warteten auf den Bus. So manch einer hätte sich zu Hause gerne nochmals „umgedreht“.

 

Pünktlich um 07.00 Uhr war Abfahrt und so fuhren wir dem Bodenseeufer entlang (vom Bodensee war aufgrund des schlechten Wetters fast nichts zu sehen) bis nach Stockach, danach auf die A 5 in Richtung Speyer. Bei gefühlten 5 Grad machte sich bei dem Einen oder Anderen ein kleiner Hunger, verbunden mit Durst, bemerkbar und so fuhren wir einen Parkplatz an der Autobahn an. Der frische heiße Leberkäs wärmte enorm, unser Tafelmeister Klaus organisierte 3 verschiedene Sorten davon.

 

Nach einer halbstündigen Pause ging die Fahrt dann in die Domstadt Speyer und siehe da, das Wetter wurde schlagartig besser – blauer Himmel und Temperaturen um 18 Grad. Nach einem fulminanten Mittagsmahl im Domhof erfuhren wir Wissenswertes und Geschichtliches aus berufenem Munde einer fachkundigen Stadtführerin.

 

Danach erreichten wir am späteren Nachmittag unser Endziel, das „Achat-Hotel“ in Neustadt an der Weinstraße. Nach dem gemeinsamen Abendessen im Hotel vergnügten sich einige Sänger im Hotel, die anderen machten sich auf des Schusters Rappen zu einer Stadterkundung auf. Man musste nicht lange suchen, um im Gerberhaus, einem gemütlichen alten Fachwerkbau, einen guten Pfälzer Tropfen zu probieren. 

 

Der nächste Morgen brachte ebenfalls wieder gutes Wetter mit sich „sehr frisch aber schön“ und so wurde uns bei einer Altstadtführung das Handeln und Treiben auf dem Marktplatz der früheren Zeit geschildert. Nach der Führung wurden wir vom Tourismusamt auf ein Gläschen Pfälzer-Wein eingeladen. Jeder Sänger erhielt ein kleines Weinglas. Das Mittagessen nahmen wir dann wieder in unserem Hotel zu uns, ehe wir uns für den Nachmittag in Deidesheim fertigmachten.

 

Ein Winzer-Fremdenführer scheuchte uns eiligen Schrittes in die Weinberge, und gab uns dann einen sehr interessanten und langen Vortrag über die Arbeiten der Winzer und die Geschichte der Pfalz und ihrer Weinberge. Von der Wanderung erschöpft fanden wir wieder Kraft bei der Weinverkostung im Weingut Kimich, bevor wir uns in der Gastwirtschaft des Winzervereins Deidesheim einfanden. Die typische Pfälzer Kost mit Saumagen, Leberknödel und geräucherter grober Bratwurst mit geschmolzenen Zwiebel, Sauerkraut und Kartoffel machte Durst auf einen weiteren „Schoppen“, wobei ein Trinklied nicht fehlen durfte.

 

 

Eine lustige Runde junger Frauen, welche dort gerade ihren Polterabend feierten, wünschten sich für die Braut ein Lied von unserem Chor. Dieser Bitte wurde gerne entsprochen, und die Sänger wurden gefeiert und abfotografiert, als wären sie Rockstars (was alle sichtlich genossen). Guter Dinge fuhren wir zurück nach Neustadt ins Hotel, um dort im „Gerberhaus“ einen „Gute Nacht Trunk“ zu nehmen.

 Am Sonntagmorgen wurden wir um 9:00 Uhr von einer lieben Reiseleiterin im Hotel abgeholt für einen Ganztagesausflug entlang der schönen Weinstraße. 

 

Zuerst besuchten wir „die Wiege der deutschen Demokratie“, das Hambacher Schloss.

 

Entlang der Weinstraße ging es nach Roth, einem typischen Winzerdorf, zu einem der unzähligen Weinfeste in dieser Region. Entlang der Dorfstraße gab es unzählige Stände, wo Wein und Schorle ausgeschenkt wurden und in den Innenhöfen wurden schmackhafte Flammkuchen serviert. Es dauerte nicht lange, bis ein zünftiges Trinklied gesungen wurde und gleich darauf meldete sich schon wieder eine Schar Junggesellinnenabschied feiernde Frauen bei unserem Chorleiter. Natürlich konnte er deren Bitte nicht abschlagen und so wurde der angehenden Braut ein Ständchen dargebracht. Unter dem Jubel der immer größer werdenden Zuschauermenge sangen die Lauteracher Männer noch einige Lieder, bevor wir weiter nach Bad Dürkheim zur Mittagspause fuhren. Im Dürkheimer Fass, dem größten Weinfass der Welt, mit einem Fassungsvermögen von 1,7 Mil. Liter, in dem sich heute ein Wein- und Speiselokal befindet, fanden wir leider keinen Platz, also teilten wir uns nach einem Stadtbummel auf verschiedenen Lokale auf. Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Wachenheim, wo wir die Sektkellerei Schloss Wachenheim, eine der ältesten Sektkellereien Deutschlands, besichtigten. 

Der Betriebsleiter der Kellerei, ein ehemaliger Männerchorsänger, führte uns mit viel Herzblut durch die Produktion und die Gewölbe des Betriebes, wobei einige Kostproben des „Prickelwassers“ und des Trinkliederschatzes des Männerchors nicht fehlen durften. Der Ausflug nahm seinen Ausklang bei einem gemütlichen Abendessen im Hotel in Neustadt. Zum Ausklang suchte die Mehrheit der Sänger noch ihre Lieblingskneipen, bzw. Weinhäuser auf. 

 

Am Montagmorgen fuhren wir mit ziemlicher Verspätung, verursacht durch die schwere Erkrankung eines lieben Sängerkollegen, wieder Richtung „Ländle“, wo wir wohlbehalten eintrafen.

 

Lieber Helmut, wir wünschen dir auf diesem Wege alles Gute und baldige Genesung. Wir beten für dich und hoffen, dich bald wieder gesund in unserer Mitte singen zu hören!